Welche Uhrenmarke eignet sich als Wertanlage?

20. Juni 2022 Von chrissi 0
Welche Uhrenmarke eignet sich als Wertanlage

Wer nicht in klassische Vermögenswerte wie Immobilien, Fonds oder Edelmetalle investieren möchte, für den ist möglicherweise eine exklusive Armbanduhr eine geeignete Wertanlage. Bevor man aber diesbezüglich Spontankäufe tätigt, die man im Nachhinein bereut, sollte man sich zunächst schlau machen, welche Markenuhren sich tatsächlich für eine Wertanlage lohnen. Denn Fakt ist: Fundiertes Fachwissen kann nicht schaden und durchaus vor eventuellen Fehlkäufen schützen.

Folgende Uhrenmarken empfehlen sich als stabile Wertanlage:

  1. Patek Philippe
  2. A. Lange & Söhne
  3. IWC
  4. Audemars Piguet
  5. Rolex
  6. Omega
  7. Vacheron Constantin
  8. Jaeger-LeCoultre
  9. Hublot
  10. TAG Heuer
  11. Nomos Glashütte
  12. Panerai

Worauf man unbedingt achten sollte

Wie bei allen Wertanlagen sollte man im Hinterkopf behalten, dass auch der Erwerb einer hochwertigen Uhr keine Garantie dafür liefert, dass der Wert der Uhr stabil bleibt oder gar ansteigt. Der Marktwert kann sich jederzeit ändern. Er kann also auch sinken. Es gibt allerdings einige Kriterien, die die Chance auf eine Wertsteigerung erhöhen. Stellt sich also die Frage: Wie muss eine Uhr sein, damit ihr Wert sich vermehrt? Was das betrifft, so kann man ganz klar sagen, dass antike Vintage-Uhren als Wertanlage besonders beliebt sind. Diese findet man vor allem auf Auktionen. Oft handelt es sich hierbei um limitierte Uhren. Als sie hergestellt wurden, waren ihre Marken meist noch nicht so populär und nur einer sehr begrenzten Klientel vorbehalten. Ein Beispiel hierfür wäre die Rolex Daytona. Sie wurde von ca. 1963 bis in die späten 1980er Jahre produziert und anfänglich kaum nachgefragt, obwohl sie preislich ziemlich günstig war. Sie kostete damals nur etwa 250 Dollar. Heute ist sie über 25.000 Euro wert. Sie ist zu einem echten Uhren-Klassiker geworden, und man bezeichnet sie auch als Stilikone unter den Zeitmessern. Insofern ist die Rolex Daytona auf jeden Fall ein lohnenswertes Investment. Was man aber immer berücksichtigen sollte, ist die Tatsache, dass meist viele Jahre vergehen, bis eine Uhr im Wert steigt. Den Kauf einer exklusiven Armbanduhr sollte man deshalb eher als langfristige Geldanlage betrachten. Im Übrigen sind es primär Schweizer Uhren aus den 1960er und 1970er Jahren, die eine enorme Wertsteigerung erleben.

10 Aspekte, auf die es beim Kauf von Markenuhren ankommt

1. Ob eine Uhr sich als Wertanlage eignet, ist u. a. von der Exklusivität der Manufaktur abhängig. Je besser deren Expertise ist, desto höher ist auch die Aussicht auf eine Wertsteigerung. In diesem Kontext sind vor allem Schweizer Uhrenhersteller bei Anlegern besonders gefragt.

2. Was für jeden anderen Bereich gilt, gilt auch für Uhren: Gibt es sie nur in limitierter Auflage, sind sie umso begehrter. Dadurch steigt ihre Nachfrage und somit auch ihr Wert. Ebenfalls relevant ist die handwerkliche Qualität einer Uhr. Diese ist oft ein spezielles Merkmal einer limitierten Uhren-Serie und kann für enorme Gewinne sorgen.

3. Auch auf das Uhrwerk kommt es an. Je qualitätsvoller es ist, umso mehr steigt der Wert einer Uhr. Wichtige Kriterien sind hier die Verarbeitung des Uhrwerks sowie die Verwendung hochwertiger Materialien. Sie steigern letztlich die Erlesenheit einer Uhr. Hinweis: Besonders mechanische Uhrwerke erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf einen Wertzuwachs.

4. Alle Materialien einer Uhr – also nicht nur das Uhrwerk – sollten besonders ausgewählt und erstklassig sein. Damit kann sich ihr Sammlerwert um einiges vermehren. Ob Gold oder Platin zum Einsatz kommen, ist eher zweitrangig. Wesentlich ist das exklusive Gesamtpaket.

5. Eine hohe Wertigkeit ergibt sich auch dadurch, dass eine Uhr sich in ihrer Machart von anderen unterscheidet. Ob spezielle Details, optimierte Funktionen oder individuelle Gravuren – all das schafft mehr Potenzial als Investment.

6. Ein lukratives Sammlerobjekt zeichnet sich außerdem durch seinen Zustand aus. Je besser dieser ist, umso höher ist sein Verkaufswert. So sind Kratzer auf dem Glas oder an der Fassung ein absolutes No Go. Von daher gilt Folgendes: Hochwertige Uhren, die als Investment gedacht sind, gehören ins Etui oder besser noch in den Safe, aber auf keinen Fall ans Handgelenk. Letzteres senkt nur ihren Wert.

7. Was nicht fehlen darf, ist das Zertifikat des Herstellers und der Garantieschein inklusive Stempel. Sind diese wichtigen Dokumente nicht vorhanden, kann sich der Verkaufswert einer Uhr gut und gerne um 50 Prozent minimieren. Besondere Vorsicht ist in diesem Zusammenhang bei Käufen im Internet geboten. Dort tummeln sich nicht selten unseriöse Anbieter. Ebenfalls wichtig: das Originaletui der Uhr inklusive Zubehör.

8. Werden Rabatte beim Kauf einer Uhr angeboten, sollte man skeptisch sein. Eine geringere Investition ist zwar zunächst reizvoll, macht sich am Ende aber nicht bezahlt. Denn tatsächlich erhöhen attraktive Rabatte im Regelfall nicht den Wert ein Uhr. Genau das Gegenteil ist oft der Fall.

9. Recherche ist das A und O beim Kauf einer hochwertigen Uhr. So ist u. a. die Aneignung von Sachkenntnissen und der Vergleich von Preisen immer sinnvoll. Denn je besser man über eine Uhrenmarke und deren Background informiert ist, desto seltener kommt es zu einer Fehlinvestition.

10. Wenn man eine Markenuhr wieder verkaufen möchte, sollte man dies vorzugsweise über einen qualifizierten Fachhändler tun. Dieser wird zwar eine Marge von bis zu 5 Prozent verlangen, aber dafür wird auch eine vertrauenswürdige Transaktion zustande kommen.

Fazit

Hochpreisige Markenuhren sind alles in allem eine sichere und solide Kapitalanlage. Schlimmstenfalls hat man geringe Verluste zu verzeichnen, bestenfalls macht man damit erhebliche Gewinne. Es braucht allerdings ein gewisses Maß an Geduld, denn die Preise für Uhren steigen zwar meist konstant, aber langsam. Es kann viele Jahre dauern, bis sich die Investition rentiert. Ein langer Atem und eine realistische Erwartungshaltung sind gefragt. Man sollte sich stets darüber im Klaren sein, dass man nicht nur viel Geld, sondern auch viel Zeit für diese Form der Wertanlage aufwenden muss. Immens wichtig ist auch das nötige Know-how. Ohne fundiertes Fachwissen und eingehende Recherche kann der Kauf von Luxusuhren schnell zu Fehlinvestitionen führen. Eine erworbene Markenuhr sollte deshalb so wertstabil sein, dass sie beim Wiederverkauf mindestens die Investition oder idealerweise einen satten Gewinn einbringt. Erwirbt man eine Uhr der o. g. Marken, kann man eigentlich nichts falsch machen.

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